Ärzte Zeitung online, 08.10.2009

Kassen zahlen vielen Schwerstkranken neue Behandlungsmethoden

ESSEN (dpa). Schwerstkranke bekommen in vielen Fällen von den Krankenkassen Geld für Behandlungsmethoden, die eigentlich noch nicht erstattet werden. Das teilte der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) am Mittwoch in Essen mit. So können zum Beispiel Krebskranke ein Mittel zur Chemotherapie aus dem Ausland beantragen, das in Deutschland noch nicht im Kassensystem ist.

In den vergangenen vier Jahren haben die Kassen ein Drittel der Anträge für solche neuen Methoden oder Medikamente genehmigt. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts sind die Kassen zu Ausnahmen verpflichtet. Bei 40 Prozent der Patienten kamen allerdings auch Alternativen in Betracht, die von den Kassen ohnehin erstattet würden, sagte ein Sprecher des MDS.

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