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Ärzte Zeitung online, 22.10.2009

Kasse zahlt OP für Transsexuellen

HANNOVER (dpa). Ein transsexueller Brite erhält auf Kosten der Krankenkasse nun doch eine Brustoperation. "Spiegel Online" berichtete am Mittwoch, dass die DAK ihren Widerstand aufgegeben habe und den 6000 Euro teuren Eingriff zahle.

Durch eine Hormonbehandlung für die Geschlechtsumwandlung waren dem britischen Ex-Soldaten, der früher mit einer Deutschen verheiratet war und seit Jahren in Deutschland lebt, die Brüste zur Seite gewachsen. Eine Operation soll diese Fehlstellung nun korrigieren.

Da die DAK von einer Schönheitsoperation ausging, hatte sie die Kostenübernahme zunächst abgelehnt. Der Ex-Soldat, der seit einigen Jahren als Frau lebt, zog daraufhin vor das Sozialgericht Hannover. Dort wurde entschieden, dass ein Gutachten klären sollte, ob der Eingriff kosmetischer Natur ist oder dazu dient, eine körperliche Entstellung zu beheben.

DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz sagte dem Online-Magazin, dass die Entscheidung zur Kostenübernahme aufgrund eines Gutachtens des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung gefällt worden sei. Für das Gutachten seien dieselben Kriterien wie bei einer genetischen Frau angelegt worden. "Und diese Untersuchung hat ergeben, dass es tatsächlich eine Fehlstellung der Brüste gibt." Dies sei dem Gutachten zufolge nicht gesund und sollte operiert werden. Die Kasse folge dieser Empfehlung nun.

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