Ärzte Zeitung online, 09.11.2009

Ehemalige Ministerin soll größte Krankenkasse führen

BERLIN (dpa). Die ehemalige nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Birgit Fischer (56) soll an die Spitze der künftig größten gesetzlichen Krankenkasse Barmer/GEK treten. Die Vize-Vorstandschefin der Barmer Ersatzkasse soll nach dem für Jahresende geplanten Rückzug von Barmer-Chef Johannes Vöcking an dessen Stelle treten.

Mit der Fusion der Barmer mit der Gmünder Ersatzkasse GEK zum Jahresanfang würde Fischer dem Vorstand der dann größten deutschen Kasse vorstehen. Einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe) bestätigte Barmer-Sprecher Athanasios Drougias der dpa in Berlin. Stellvertreter von Fischer soll GEK-Chef Rolf-Ulrich Schlenker werden.

Entstehen soll ein Krankenkassen-Gigant mit 8,6 Millionen Versicherten. Die neue Barmer/GEK soll mit allen rund 19 500 Mitarbeitern und 1100 Niederlassungen starten. Die Barmer/GEK verdrängt dann die Techniker Krankenkasse mit ihren 7,3 Millionen Versicherten von Platz 1.

Am Montagabend wollen die Verwaltungsräte beider Kassen den Fusionsvertrag unterschreiben. Erwartet wird, dass der neue Verwaltungsrat im Januar den Beschlussempfehlungen dann folgen wird.

Lesen Sie dazu auch:
BEK plus GEK gleich Mega-Kasse: Barmer-Verwaltungsrat sagt ja zu Fusion

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »