Ärzte Zeitung online, 04.01.2010

Neues Reha-Konzept soll älteren Versicherten zugutekommen

KÖLN (iss). Mit einem neuen Rehabilitations-Konzept will die DAK ihr Leistungsangebot für ältere Versicherte verbessern. In der Klinik Porta Westfalica in Bad Oeynhausen wird die geriatrische Rehabilitation ergänzt und speziell auf orthopädische Erkrankungen ausgerichtet.

Das Angebot soll dazu beitragen, dass multimorbide und pflegebedürftige Patienten nach einem Oberschenkelhalsbruch besser und schneller wieder für den Alltag mobilisiert werden. "In Verbindung mit spezieller Nachsorge bedeutet dies für hunderte Betroffene den Weg zurück in ein möglichst normales Leben", sagt DAK-Chef Professor Herbert Rebscher.

Innerhalb von drei Tagen nähmen die Gesundheitsberater Kontakt mit dem Patienten oder seinen Angehörigen auf, um die Versorgung nach dem Ende der Reha abzuklären.

Nach Angaben der DAK wird damit die gesetzlich vorgesehene "Rehabilitation und Teilhabe Behinderter" erstmals umgesetzt. "Mit diesem Modell wird die medizinische Rehabilitation zum ersten Mal zielgerichtet auf die Beseitigung der durch Krankheit verursachten Defizite bei der Teilhabe älterer Menschen am Leben in der Gesellschaft ausgerichtet", sagt Dr. Harry Fuchs, Berater des Bundesbehindertenbeauftragten.

Nach Angaben von Dr. Hans-Werner Ostermann, Chefarzt der Orthopädie in der Klinik Porta Westfalica, können von jährlich mehr als 100 000 Patienten mit Oberschenkelhalsfraktur nur ein Drittel in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren. "Für Betroffene ist die neue Behandlung ein Gewinn an Lebensqualität."

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