Ärzte Zeitung online, 23.12.2009

Deutschlands Männer denken langsam in Sachen Krebsfrüherkennung um

BERLIN (dpa). In Sachen Krebsvorsorge denken Deutschlands Männer nach Einschätzung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) langsam um. 2008 nutzten 3,5 Millionen Männer die kostenlosen Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen der gesetzlichen Kassen. Im Vergleich zu 2006 sei das eine Steigerung von fast 17 Prozent, teilte der GKV-Spitzenverband am Mittwoch in Berlin mit. 33 Millionen Männer und 37 Millionen Frauen sind gesetzlich krankenversichert.

Deutschlands Männer denken langsam in Sachen Krebsfrüherkennung um

Langsam nutzen mehr Männer Früherkennungs-Angebote.

Foto: © ISOK°-photography / fotolia.com

Bisher galten Deutschlands Männer traditionell als Vorsorgemuffel, zum Beispiel bei der Abtast-Untersuchung gegen Prostatakrebs ab dem 45. Lebensjahr. Dieser Krebs gilt inzwischen als gut heilbar - wenn er frühzeitig entdeckt wird.

Frauen nehmen Krebsvorsorge-Angebote immer schon besser an. Im Jahr 2008 ließen sich 15 Millionen Frauen freiwillig untersuchen. Die häufigste Krebsneuerkrankung bei Frauen ist Brustkrebs, bei Männern ist es Prostatakrebs. Die zweithäufigste Krebsneuerkrankung ist bei beiden Geschlechtern Darmkrebs.

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