Ärzte Zeitung, 26.01.2010

Einzug des Zusatzbeitrags

Für die Krankenkassen ist der Einzug von Beiträgen auf eigene Rechnung Neuland und zunächst mit hohem Aufwand verbunden. Um bei rund 55 Millionen Mitgliedern die Beiträge verbuchen zu können, muss für jedes einzelne Mitglied ein eigenes Konto angelegt werden.

In verschiedenen Studien sind teilweise Einzugskosten je Buchung von bis zu 3,80 Euro und mehr genannt worden (wir berichteten). Über Dienstleister können die Krankenkassen den Prozess des Gebühreneinzugs auch auslagern, um die Kosten zu senken - sie geben dann aber auch eine direkte Kontaktmöglichkeit mit ihren Versicherten aus der Hand.

Einer der Dienstleister, die auftreten, ist T-Systems. Die Telekom-Tochter würde wesentliche Teile des Prozesses übernehmen, vom Call-Center über den Versand der Bescheide bis hin zur Organisation der verschiedenen Bezahlverfahren. "Die Einsparung bei den Prozesskosten können bis zu 50 Prozent betragen", sagte Thomas Merz von T-Systems auf Anfrage.

T-Systems hat dem Vernehmen nach einen Rahmenvertrag für mehr als 100 Betriebs- und Innungskrankenkassen geschlossen. Es gebe jetzt auch "konkrete Anforderungen", so Merz. Nach dem Auftragseingang könne T-Systems im Bestfall binnen vier Wochen die Umsetzung schaffen. (ger)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Deutsche ernähren sich schlecht

Tödliche Infarkte und Schlaganfälle durch schlechte Ernährung: Deutschland nimmt hier unter den Ländern mit westlichem Lebensstil einen traurigen Spitzenplatz ein. mehr »

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

„Opioide niemals als Add-on-Therapie!“

Für die Dauertherapie bei mittleren bis starken Schmerzen gibt es keine verträglicheren Analgetika als retardierte Opioide, betont Schmerzmediziner Norbert Schürmann. Daneben kritisiert der Schmerzexperte die Fixiertheit auf Morphin. mehr »