Ärzte Zeitung online, 04.02.2010

FDP-Expertin: Gesundheitsprämie wie in Holland

BERLIN (dpa). Erstmals hat eine Gesundheitsexpertin der FDP die mögliche Richtung bei der geplanten Gesundheitsprämie für gesetzlich Krankenversicherte angedeutet.

Der Satz solle ungefähr so sein, wie es in unserem Nachbarland Holland der Fall ist, so die gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Ulrike Flach (FDP). Die Versicherten in den Niederlanden müssen eine jährliche Pauschale von rund 1100 Euro zahlen. Flach bekräftigte, dass die in Deutschland geplante einkommensunabhängige Prämie einen Sozialausgleich bekommen solle.

In den Niederlanden sind rund die Hälfte der Versicherten nach Expertenangaben auf Hilfe vom Staat angewiesen. Versicherte können dort verschiedene Tarife für die Grundversorgung wählen. Darüber hinausgehende Leistungen müssen sie selbst versichern. Zur Prämie kommt ein einkommensabhängiger Beitrag, den die Arbeitgeber den Arbeitnehmern erstatten sollen. Das System wurde mit einer umfassenden Reform 2006 installiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Warum ein Blinddarm auch nach der Op noch Ärger macht

Fälle wiederkehrender Appendizitis nach Appendektomie sind rar. Doch es sind offenbar sogar mehrere Rezidive möglich, wie ein Fall aus den USA zeigt. mehr »

CDU erwägt höhere GKV-Vergütung

Offiziell haben die Koalitionsverhandlungen zwar noch nicht begonnen. Doch: Die Union gibt bereits erste zarte Signale auf einen möglichen Kompromiss beim Ärztehonorar - inklusive einem Ende der Budgetierung. mehr »

Das sind die neuen Paul Ehrlich-Preisträger

Die Paul-Ehrlich-Stiftung ehrt dieses Jahr Forscher für ihre Arbeiten zum Tumor-Nekrose-Faktor mit ihrem mit 120.000 Euro dotierten Preis. Außerdem erkennen sie die Leistung eines Biochemikers zur Erforschung verschiedener Fettzelltypen an. mehr »