Ärzte Zeitung online, 12.02.2010

AOK-Projekt: gesundheitsfördernde Hochschule

ERFURT (eb). Erste Schritte zur nachhaltigen Gesundheitsförderung hat die FH Erfurt gemeinsam mit der AOK PLUS vorangetrieben. Durch gesundheitsfördernde Aktivitäten sollen bei Beschäftigen und Studierenden eine Verbesserung der Gesundheit, eine Senkung des Krankenstandes und eine Optimierung der Arbeits- und Studienzufriedenheit erreicht werden.

Eine wichtige Innovation bestand darin, dass nicht nur die Mitarbeiter der FH an dem Projekt teilnehmen konnten, sondern auch die Studierenden mit einbezogen werden und von den gemeinsam mit der AOK erarbeiteten Präventionsmaßnahmen profitieren können, so Professor Karl-Heinz Stange Leiter des Projekts. Damit geht dieses Projekt weit über die üblichen Inhalte betrieblicher Gesundheitsförderung in Unternehmen hinaus.

Ziel ist es, erstmals nachhaltige Gesundheitsförderung statt punktueller Aktivitäten an einer Hochschule einzuführen. Mit der Herausarbeitung von Problemschwerpunkten und der Gründung von thematischen Arbeitsgruppen hat die AOK die ersten Schritte mit der FH Erfurt gemacht, so AOK-Bereichsleiter Frank Vieweg.

Zur Ermittlung der Präventionsbedürfnisse waren an der FH Erfurt im Sommer 2009 zunächst Fragebogenerhebungen bei Beschäftigten und Studierenden durchgeführt worden. Es zeigte sich, dass die Beschäftigten vor allem Verbesserungsbedarf bei Arbeitsplatzbedingungen und betrieblicher Kommunikation als einflussreich für ihre Gesundheit erachteten. Die Studierenden gewichteten hier Studienorganisation sowie Lern- und Arbeitsbedingungen stärker. Als Ergebnis daraus wurden bei einem Workshop Arbeitsgruppen gebildet, die nun konkrete Umsetzungsvorschläge erarbeiten. Für das Sommersemester 2010 sind die ersten Ergebnisse und praktischen Angebote geplant, die dann vorgestellt werden sollen.

Das Projekt geht mindestens noch bis zum Dezember 2010. Nach erfolgreicher Umsetzung ist eine Erweiterung des Projektes auf andere Hochschulen in Thüringen und Sachsen möglich.

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