Ärzte Zeitung online, 12.02.2010

Signal Iduna steigert Beitragseinnahmen

HAMBURG (dpa). Die Versicherungsgruppe Signal Iduna hat ihre Beitragseinnahmen im abgelaufenen Jahr kräftig steigern können. Trotz der Wirtschaftskrise erhöhten sich die Einnahmen der Gruppe von 4,6 auf 5,2 Milliarden Euro, teilte der Vorstandsvorsitzende Reinhold Schulte mit.

Der weitaus größte Anteil entfiel davon auf die Übernahme der Krankenversicherungssparte des Deutschen Rings, die mit knapp 500 Millionen Euro zusätzlicher Beitragseinnahmen zu Buche schlug. Die deutschen Versicherung sind nicht Teil der Finanzkrise, sondern Teil der Lösung, so Schulte.

Die Herauslösung dieser Sparte aus dem Deutschen Ring bereitet allerdings beträchtliche Probleme, da die meisten Mitarbeiter für zwei konkurrierende Unternehmen arbeiten sollen. Die Krankenversicherung des Deutschen Rings ist ein Verein auf Gegenseitigkeit, der sich der Signal Iduna angeschlossen hat. Die Lebens- und Sachversicherung sind dagegen Aktiengesellschaften, die zur schweizerischen Basler-Gruppe gehören. Seit eineinhalb Jahren ist es nicht gelungen, die Gruppen zu trennen. Schulte hätte am liebsten den Deutschen Ring komplett übernommen, doch die Schweizer wollten nicht verkaufen.

Die Kapitalanlagen der Signal Iduna erhöhten sich im Krisenjahr - auch durch kleinere Zukäufe - von rund 40 auf 50 Milliarden Euro und warfen eine Rendite von 4,2 Prozent ab. Die Kunden erhalten mit Hilfe der Schwankungsreserve 4,3 Prozent Verzinsung auf das Guthaben ihrer Lebensversicherung. Schulte sieht angesichts der schwankenden Finanzmärkte die Lebensversicherung trotz des niedrigen Zinsniveaus als beste Möglichkeit zu langfristigem Sparen an.

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