Ärzte Zeitung online, 03.03.2010

TK: Beschäftigte 2009 einen Tag mehr krankgeschrieben

HAMBURG (dpa). Schweinegrippe und psychologische Leiden: Der Krankheitsstand der Beschäftigten in Deutschland ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen.

Wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch in Hamburg mitteilte, waren die 3,4 Millionen Versicherten im Durchschnitt 12,2 Arbeitstage krankgeschrieben. Das ist fast ein Tag mehr als im Vorjahr. Insgesamt lag der Krankheitsstand 2009 bei 3,32 Prozent.

Neben der erneuten Zunahme psychischer Erkrankungen (plus 13,9 Prozent) sorgten auch zwei Erkältungswellen für massive Ausfälle. Die zweite Welle erreichte Mitte November ihren Höhepunkt. "Sie fiel vermutlich auch durch die Schweinegrippe höher aus als üblich", so TK-Gesundheitsexpertin, Wiebke Arps. Aufgrund einer möglichen Ansteckungsgefahr war den Mitarbeitern geraten worden, bei Erkältungssymptomen besser nicht zur Arbeit zu kommen. So seien die Beschäftigten vorsichtiger gewesen und auch bei leichteren Symptomen eher zu Hause geblieben, erklärte Arps.

Die erste Erkältungswelle grassierte gleich zu Jahresbeginn. Ihren Höhepunkt erreichte sie am 27. Januar, als der Krankenstand mit 4,4 Prozent auf den höchsten Wert 2009 kletterte. "Fast jede dritte Krankschreibung an diesem Tag war erkältungsbedingt", sagte die Expertin.

Der deutschlandweit niedrigste Krankheitsstand lag mit durchschnittlich zehn Tagen in Baden-Württemberg. Die höchsten Fehlzeiten verzeichnete die TK in Mecklenburg-Vorpommern (15,2 Tage), Brandenburg (14,7 Tage) und Sachsen-Anhalt (14,3 Tage).

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16766)
Praxisführung (14785)
Organisationen
TK (2310)
Krankheiten
Grippe (3284)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »