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Ärzte Zeitung online, 30.06.2010

Kliniken bezweifeln Elf-Milliarden-Euro-Defizit

BERLIN (hom). Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat das vom GKV-Spitzenverband befürchtete Defizit der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von etwa elf Milliarden Euro im nächsten Jahr angezweifelt.

Auf der Ausgabenseite würden die Kassen etwa für das laufende Jahr bei den Krankenhäusern von einem Zuwachs von 6,2 Prozent und für das Jahr 2011 von 3,5 Prozent ausgehen, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum am Mittwoch in Berlin. "Diese Werte sind sachlich nicht nachvollziehbar und bewusst zu hoch gesetzt", so Baum weiter.

Offensichtlich solle die schwarz-gelbe Koalition "zu Kürzungen getrieben werden". Realistisch für das laufende Jahr seien maximal 4,5 Prozent Mehrausgaben bei den Kliniken und im kommenden Jahr noch einmal 2,5 Prozent.

Fachpolitiker aus Union und FDP wollen an diesem Donnerstag und Freitag ihre Beratungen über Einsparmöglichkeiten im Gesundheitswesen fortsetzen. Bislang waren die Gespräche ohne Ergebnis verlaufen.

Diesmal will die Sparrunde unter Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) konkrete Vorschläge präsentieren. Rösler hatte zuletzt mehrfach betont, "Tabus" werde es keine geben. Der GKV-Spitzenverband hatte zuletzt massiv auf Nullrunden bei Kliniken und Honorarkürzungen bei niedergelassenen Ärzten gedrungen.

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