Ärzte Zeitung online, 09.07.2010

TK: Arzneikosten seit 2000 um 66 Prozent gestiegen

HAMBURG (dpa). Die Arzneimittelausgaben bei Deutschlands zweitgrößter Krankenkasse sind seit dem Jahr 2000 um zwei Drittel gestiegen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) vom Freitag hat sie im vergangenen Jahr rund 2,4 Milliarden Euro für Medikamente ausgegeben.

Im Vergleich zum Jahr 2000 sei dies eine Steigerung um fast 66 Prozent, teilte die TK in Hamburg mit. Die Kasse, die rund 7,5 Millionen Versicherte betreut, erzielte im vergangenen Jahr einen Überschuss von knapp 223 Millionen Euro.

Die Einnahmen betrugen rund 14 Milliarden Euro, die Ausgaben lagen bei rund 13,8 Milliarden Euro. Das meiste Geld ging im vergangenen Jahr an Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte. Sie erhielten 3,6 beziehungsweise 2,5 Milliarden Euro. Danach folgte der Ausgabenposten für Arzneimittel.

Je Versicherten seien die Ausgaben im vergangenen Jahr um 4,9 Prozent höher gewesen als 2008. Besonders hohe Steigerungsraten habe es bei den Arzneimitteln (7,6 Prozent) und bei den Kliniken (6,3 Prozent) gegeben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »