Ärzte Zeitung online, 11.08.2010

Sozialverband fordert bessere Absicherung Arbeitsloser in der GKV

BERLIN (hom). Eine bessere Absicherung von Erwerbslosen in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) gefordert.

Vor allem für Arbeitslosengeld-II-Bezieher (Hartz-IV-Empfänger) müssten "sachgerechte Renten- und Krankenversicherungsbeiträge entrichtet werden, deren Bemessungsgrundlage sich an 50 Prozent des Durchschnittsverdienstes orientieren sollte", heißt es in einem am Mittwoch in Berlin vorgelegten Positionspapiers.

Konkret fordert der Sozialverband, den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arbeitslosengeld-II-Empfänger "deutlich" anzuheben. Derzeit liegt der Beitrag bei 135 Euro monatlich. Dem stünden aber durchschnittliche Kosten je GKV-Mitglied von rund 260 Euro gegenüber.

"Somit entlastet sich der Bund auf Kosten der Solidargemeinschaft der gesetzlichen Krankenversicherung, die mit ihren Beiträgen die Krankenversicherungsbeiträge der Arbeitslosengeld-II-Beziehenden quer subventionieren", kritisiert der SoVD. Die Finanzierung der Krankenversicherung für Arbeitslose sei eine "gesamtgesellschaftliche Aufgabe" und müsse daher "in vollem Umfang" über Steuermittel erfolgen.

Lesen Sie dazu auch:
Sozialverband verlangt einheitlichen Mindestlohn von 8,50 Euro

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »