Ärzte Zeitung, 26.09.2010

Keine Einigung bei Honorarverhandlungen

KBV will zwei Milliarden / GKV: "Völlig überzogen"

BERLIN (sun). Ärzte und Krankenkassen haben sich nicht auf das Honorar für die 150  000 niedergelassenen Ärzte für das Jahr 2011 einigen können. Verhandlungen zwischen GKV-Spitzenverband und KBV im Erweiterten Bewertungsausschuss wurden am Freitag ohne Ergebnis beendet.

Keine Einigung bei Honorarverhandlungen

Wie groß wird der Honorarhappen künftig sein? Das erste Gespräch dazu ist am Freitag gescheitert.

© Carmen Steiner / fotolia.com

Die KBV hatte einen Zuwachs von rund zwei Milliarden Euro gefordert. KBV-Chef Andreas Köhler glaubt, dass aufgrund der Beitragssteigerung um 0,6 Prozent genügend Finanzmittel vorhanden seien. Für den GKV-Spitzenverband bezeichnete Johann-Magnus von Stackelberg die Forderung als "völlig überzogen".

Jetzt wird die Zeit für die Selbstverwaltung knapp, denn bis zum 31. Oktober müssten bereits die Landes-KVen mit den Kassen die Gesamtvergütungen vereinbart haben. Die Reaktion von Staatssekretär Daniel Bahr: "Wir sind schwer enttäuscht." Die Selbstverwaltung habe ihre Aufgabe, die Honorarverteilung zu regeln, nicht erfüllt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

In kleinen Schritten zum Normalgewicht

Manch eine Adipositas-Therapie scheitert daran, dass die geforderte große Gewichtsabnahme Betroffene abschreckt. Forscher plädieren nun dafür, die Stoffwechsel-gesunde Adipositas als erstes Therapieziel zu definieren. mehr »

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »