Ärzte Zeitung, 11.10.2010

Selbsthilfegruppe für türkische Rheumapatientinnen

FRANKFURT/MAIN (ine). Eine Rheuma-Selbsthilfegruppe speziell für Frauen aus der Türkei planen die Rheuma Liga Hessen und die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung (TDG). Das Modellprojekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird in Höhe von 70 000 Euro von der AOK Hessen finanziert.

Viele türkische Migrantinnen leiden an rheumatischen Erkrankungen, heißt es in einer Mitteilung der AOK. Sie beherrschten die deutsche Sprache oft nur unzureichend, Präventionsangebote seien ihnen damit verschlossen.

Hinzu kommt, dass Selbsthilfegruppen in der Türkei völlig unbekannt sind. "Für das Wort gibt es auch keine adäquate Übersetzung", sagt Dr. Yasar Bilgin von der TDG. Zudem werde in türkischen Familien nur selten über Krankheiten, Arztbesuche und Vorsorge gesprochen.

Das Modellprojekt bietet - in türkischer und deutscher Sprache -Bewegungsprogramme und Seminare an. Alle Angebote werden an die kulturellen Besonderheiten angepasst. Beispielsweise wird anstelle von Wassergymnastik ein Trocken-Funktionstraining angeboten. Die Beratungshotline ist mit zwei türkischen Ärztinnen besetzt.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17528)
Orthopädie (3599)
Rheuma (1746)
Organisationen
AOK (7434)
Krankheiten
Rheuma (1806)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »