Ärzte Zeitung, 26.10.2010

Südwest-AOK fordert Korrekturen am Pflege-TÜV

STUTTGART (hom). Rasche Nachbesserungen am Pflege-TÜV für die bundesweit rund 11 000 Heime hat der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Rolf Hoberg, angemahnt.

Die Einführung der Pflegenoten für Heime sei grundsätzlich zu begrüßen, da der Versicherte damit "erstmals eine gewisse Transparenz über die Qualität" der Einrichtungen erhalte, sagte Hoberg am Dienstag in Stuttgart. "Dennoch sind wir mit der derzeitigen Bewertungssystematik nicht zufrieden."

So sei zwischen Pflegeanbietern und Pflegekassen vereinbart worden, dass alle Aspekte der Qualität in den Heimen gleich gewichtet werden. Dies führe im Ergebnis dazu, dass ein Heim eine sehr gute Gesamtnote haben könne, obwohl einzelne Noten in lebenswichtigen Bereichen schlechter ausfielen.

Die AOK Baden-Württemberg wolle dem mit ihrem Pflegeheimnavigator im Internet entgegenwirken. Dort seien die Bewertungen von 709 Heimen nach einzelnen Risikofaktoren sortiert. "Diese Risikofaktoren beziehen sich auf die Pflege des Heimbewohners und zeigen so auf den ersten Blick, wie es um die Pflegequalität im ausgewählten Heim steht", so Hoberg.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17521)
Pflege (5171)
Organisationen
AOK (7431)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Diese Akuttherapie lässt Hypertoniker Berge erklimmen

Wenn Hypertoniker in großen Höhen kraxeln, steigt ihr Blutdruck viel stärker an als bei ähnlicher Belastung auf tieferem Niveau. Eine Akuttherapie kann dagegen helfen, berichten Ärzte. mehr »

Der Trend zur Knieprothese

Bundesweit werden immer mehr künstliche Kniegelenke eingesetzt - zunehmend auch bei Jüngeren. Medizinisch erklärbar sei der Trend nicht, so die Bertelsmann-Stiftung. Die Autoren vermuten finanzielle Gründe dahinter und geben Ärzten Tipps. mehr »

Sieben Forderungen sollen Modelprojekt ARMIN voran bringen

Bereits seit 2014 läuft die Arzneimittelinitiative "ARMIN" in Sachsen und Thüringen. Die Beteiligten des Modellprojekts haben jetzt Bilanz gezogen und sieben Forderungen an die Politik übergeben. mehr »