Ärzte Zeitung online, 29.10.2010

Opposition: Vorkasse "widerliche Abzocke"

BERLIN (dpa). Die Opposition hat Pläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) scharf kritisiert, in der gesetzlich Versicherte die Kostenerstattung ausuweiten.

Entsprechende Pläne der "Vorkasse" seien gerade für Rentner und Geringverdiener eine "unchristliche und widerliche Abzocke", erklärte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Freitag im Bundestag.

Absehbar sei, dass damit Belastungen für Kassenpatienten weiter steigen. Laut Schätzungen von Krankenkassen würden sie künftig auf der Hälfte der Behandlungskosten sitzen bleiben.

Einen raschen Arzttermin werde künftig nur der Kranke erhalten, der finanziell auch in der Lage sei, in Vorkasse zu treten, warnte Lauterbach. Dies laufe auf eine "Drei-Klassen-Medizin" hinaus. Ähnlich äußerten sich Redner von Grünen und Linkspartei.

Die Koalitionsfraktionen sprachen von einer "Phantomdebatte" und böswilliger Panikmache der Opposition. Patienten könnten auch künftig frei entscheiden, ob sie medizinische Leistungen direkt beim Arzt bezahlten oder nicht, erklärten Sprecher von Union und FDP.

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[02.11.2010, 14:27:18]
Dr. Birgit Bauer 
Was ist an leistungsgerechter Honorierung " Abzocke " ?
Ich frage mich wo unsere Politiker leben! Wir haben bereits jetzt eine 3 Klassen-Medizin, bewußt von genau diesen Menschen , z.B. Herrn Lauterbach
herbeigeführt, die jetzt, die durch ihr Mittun entstandene Situation beklagen.Die Pat. würden nicht auf Arztkosten bei Vorkasse sitzenbleiben, wenn, ja wenn die Kassen die Tätigkeiten der Ärzte realistisch honorieren würden, ganz zu schweigen von den kassenärztlichen Vereinigungen, die seit Jahren ihrem eigentlichen Zweck, für eine gerechte Honorierung der niedergelassenen Ärzte zu sorgen,nicht gerecht werden.Alles teuer bezahlte nicht notwendige Debattierclubs. Wann merken unsere Politiker, egal welches Couleurs, dass das ganze System , vorangig die ärztliche Selbstverwaltung nicht mehr funktioniert??  zum Beitrag »

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