Ärzte Zeitung online, 12.11.2010

Fusion der AOK Plus mit AOK Hessen stockt

BERLIN (dpa). Die für Januar 2011 geplante Fusion der Ortskrankenkassen AOK Plus (Thüringen und Sachsen) mit der AOK Hessen zur viertgrößten gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland ist ins Stocken geraten. "Es gibt veränderte finanzielle Rahmenbedingungen, die die Entwicklung erschweren", sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates der AOK Plus, Viktor Bernecker.

Ungeklärt sei zum Beispiel die Übernahme der Pensionslasten der hessischen Krankenkassen-Mitarbeiter, die beamtenähnlich eingestellt worden seien. "Das sind Beträge, die ins Kontor schlagen", sagte Bernecker der "Thüringer Allgemeinen" (Freitagsausgabe). "Vor diesem Hintergrund ist tüchtig Sand im Getriebe." Noch im November werde der Verwaltungsrat abschließend entscheiden. Ein Scheitern der Fusion sei ebenso wenig ausgeschlossen wie eine Verschiebung. Ein Sprecher der AOK Hessen sagte der Zeitung: "Die Gremien beraten noch."

Die Verwaltungsräte der beiden AOK hatten eigentlich bereits im Juni der Fusion zum 1. Januar 2011 zugestimmt. Auch die AOK Berlin-Brandenburg und die von Mecklenburg-Vorpommern wollen sich zum 1. Januar zusammenschließen.

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