Ärzte Zeitung online, 17.11.2010

DAK vermutlich auch 2011 mit Zusatzbeitrag

BERLIN (dpa/eb). DAK-Versicherte müssen auch im kommenden Jahr einen Zusatzbeitrag zahlen. "Wir gehen davon aus, dass wir den Zusatzbeitrag von acht Euro weiter erheben", sagte der Sprecher der Kasse, Jörg Bodanowitz, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

DAK vermutlich auch 2011 mit Zusatzbeitrag

DAK-Zentrale in Hamburg: Erneute Hinweise für Zusatzbeiträge im kommenden Jahr.

© dpa

Er hatte bereits vor kurzem durchblicken lassen, dass bei einer unveränderten Finanzsituation der Kasse auch im kommenden Jahr Zusatzbeiträge von acht Euro nötig sein könnten.

Bodanowitz wies aber erneut darauf hin, dass dies vorbehaltlich eines Verwaltungsratsbeschlusses am 15. Dezember gilt. Am Dienstag hatte das Bundesversicherungsamt Bilanz über die Zuflüsse an die Kassen aus dem Gesundheitsfonds im vergangenen Jahr gezogen.

Bodanowitz sagte weiter, dass voraussichtlich auch die anderen Kassen, die bereits Zusatzbeiträge erheben, den Obolus von ihren Mitgliedern weiter verlangen. Im Jahresverlauf könnten zudem weitere hinzukommen.

Ähnlich äußerte sich jüngst auch der Chef des Verbands der Ersatzkassen, Thomas Ballast. Er rechnet damit, dass die steigenden Ausgaben für Ärzte und Kliniken dazu führen könnten, "dass die Kassen 2011 mehr Zusatzbeiträge verlangen müssen als bisher".

Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt zum 1. Januar von 14,9 auf 15,5 Prozent. Bodanowitz sagte, diese Erhöhungen stellten lediglich den Stand vor den Konjunkturpaketen der Regierung wieder her. Außerdem würden wohl Ärzte und Kliniken mehr Geld bekommen, als ursprünglich geplant.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16759)
Organisationen
DAK (1519)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Dicker Hals = dickes Risiko fürs Herz

Nicht nur ein dicker Bauch spricht Bände – der Halsumfang eignet sich ebenfalls, um das kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. mehr »

Junge Ärzte müssen etwas zur Versorgung auf dem Land beitragen!

Politik und Verbände mühen sich ab, um junge Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu begeistern. Blogger Dr. Jonas Hofmann-Eifler sieht die Verantwortung ein Stück weit auch bei sich und seinen Kollegen. mehr »

Konsequente Strategie gegen Diabetes

Angesichts der epidemischen Zunahme von Diabetes-Patienten in Deutschland, muss die nächste Bundesregierung unbedingt den Nationalen Diabetesplan umsetzen. mehr »