Ärzte Zeitung online, 28.12.2010

Milliardenschaden durch überhöhte Krankenhausabrechnungen

BERLIN (dpa). Fehlerhafte Krankenhausabrechnungen kosten die gesetzlichen Krankenkassen nach Berechnungen des GKV-Spitzenverbands jährlich mehr als eine Milliarde Euro.

Milliardenschaden durch überhöhte Krankenhausabrechnungen

Laut GKV-Spitzenverband ist die Fehlerquote in Krankenhausabrechnungen hoch - mit kostspieligen Folgen.

© Reinhold Föger / fotolia.com

Bei Prüfung der Rechnungen durch den Medizinischen Dienst habe sich eine Fehlerquote von 43 Prozent für das Jahr 2009 ergeben, berichtet die "Passauer Neue Presse" (Dienstagsausgabe) aus einem internen Papier des GKV-Spitzenverbandes.

Bei einer durchschnittlichen Rückerstattungsquote von 1,75 Prozent ergebe sich bei Gesamtausgaben der Kassen von 58,5 Milliarden Euro für Krankenhausbehandlung 2010 ein Einsparvolumen von 1,02 Milliarden.

Die derzeitige Regelung schütze die schwarzen Schafe, nicht aber die richtig abrechnenden Krankenhäuser, heißt es in dem Papier. Während die Kassen pro Prüffall 300 Euro an das Krankenhaus zahlen müssten, falls keine Unregelmäßigkeiten aufgedeckt würden, drohe den Krankenhäusern bei Falschabrechnung keinerlei Sanktion. Sie müssten nur zuviel erhaltene Mittel zurückzahlen.

Die Kassen forderten deshalb, dass Krankenhäuser zusätzlich zur Rückerstattung je nachgewiesen fehlerhafter Abrechnung eine Pauschale von 300 Euro an die Krankenkasse zahlen müssen, schreibt das Blatt.

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[29.12.2010, 11:25:14]
Torsten Tempel 
Wie Du mir...
Aus manchmal dubiosen, teils willkürlich anmutenden Gründen nicht bezahlte Rechnungen der Krankenhäuser kosten diese sicherlich auch Millionen! Wer schreibt darüber mal einen Beitrag?
Außerdem: Dieses System "will" betrogen werden! zum Beitrag »

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