Ärzte Zeitung online, 04.01.2011

Vereinigte IKK hält an Hausarztverträgen in Bayern fest

DÜSSELDORF/MÜNCHEN (maw). Ungeachtet des - gescheiterten - Versuches der bayerischen Hausärzte, aus dem Kollektivsystem auszusteigen, hält die Vereinigte IKK an der Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) und dem Hausarztvertrag fest.

Für die Umsetzung des gemeinsamen Vertrages zur hausarztzentrierten Versorgung arbeiteten die Vereinigte IKK und der BHÄV weiterhin eng zusammen, heißt es. Gemeinsam setzten sich die Vertragspartner für eine zukunftssichere Versorgung von Patienten und Versicherten ein.

Dr. Dieter Geis, zweiter stellvertretender BHÄV-Vorsitzender, lobt die Zusammenarbeit mit der Vereinigten IKK. "Wir arbeiten an der Umsetzung des Vertrages, weil wir die hausärztliche Versorgung für Patienten und Versicherte zu deren Wohle zukunftssicher machen wollen."

"Unsere Versicherten erhalten durch ihren gewählten Hausarzt eine intensive, auf ihre persönliche Situation abgestimmte Betreuung. Sie sind von der Praxisgebühr befreit", so Dr. Dr. Heinz Giesen, Geschäftsbereichsleiter Verträge bei der Vereinigten IKK.

Für ihn lägen die besonderen Vorteile des Hausarztvertrages auf der Hand: Die Förderung präventiver Maßnahmen, die durch die Struktur der Hausarztzentrierten Versorgung besonders unterstützt würden. "Unsere Versicherten können aus verschiedenen Angeboten wählen", führt Giesen weiter aus.

"Sie haben zum Beispiel die Möglichkeit, mit ihrem Hausarzt auf die eigenen persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Zielvereinbarungen zu treffen. Dazu gehören beispielsweise die Verbesserung von ausgewählten Laborwerten oder die Senkung des Blutdrucks. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, erörtern Hausarzt und Patient gemeinsam die notwendigen Schritte."

Geis stellt dazu laut Mitteilung ergänzend fest: "Hausarztverträge, wie mit der Vereinigten IKK geschlossen, ermöglichen es uns Hausärzten, Erkrankungsrisiken besonders frühzeitig zu erkennen und unsere Patienten in erhöhtem Maße präventiv zu betreuen. Das hat Vorteile sowohl für Patienten, die gesünder leben, als auch für das Gesundheitswesen, da mit Hilfe präventiver Maßnahmen Effizienzstrukturen besser genutzt werden können."

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