Ärzte Zeitung online, 31.01.2011

Treiben Fusionen von Krankenkassen die Kosten hoch?

MÜNCHEN (dpa). Zusammenschlüsse von gesetzlichen Krankenkassen sorgen nach Erkenntnissen des Bundesrechnungshofs nicht automatisch für sinkende Kosten. Das geht aus Medienberichten hervor.

Häufig stiegen die Netto-Verwaltungskosten durch zunehmende Reisekosten, Abfindungen oder erhöhte Vergütungen für Kassenvorstände, teure Beraterhonorare sowie Fortbildungen, meldet das Magazin "Focus" unter Berufung auf ein Gutachten des Rechnungshofs (BRH) für Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP).

   Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen hat sich seit Anfang der 90er Jahre von weit mehr als 1000 auf inzwischen nur noch rund 150 verringert. In dem Rechnungshofbericht heißt es "Focus" zufolge, Fusionen führten zu keinen deutlichen Synergieeffekten und seien mit erheblichen, zum Teil dauerhaften zusätzlichen Aufwendungen verbunden. Dem stünden nur geringe Einsparungen gegenüber. Die Prüfer hätten 32 Kassen-Fusionen analysiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Bei der Gründung eines Ärztezentrums kann es zugehen wie bei "Dallas"

Neid und Missgunst haben schon manche Versuche torpediert, in der Provinz ein Ärztezentrum zu etablieren. Ärzte in Schleswig-Holstein berichten, wie man verhindert, dass Kirchturmdenken siegt. mehr »

Macht Kaffee impotent?

Kaffee werden günstige Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Eine Studie hat untersucht, was das belebende Getränk für Männer – und besonders deren Potenz – bedeutet. mehr »