Ärzte Zeitung online, 13.04.2011

City BKK steht offenbar vor der Insolvenz

STUTTGART (dpa). Die City BKK steht einem Zeitungsbericht zufolge vor dem Aus.

Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet, könnte die in Stuttgart ansässige Betriebskrankenkasse wegen Zahlungsunfähigkeit Ende Juni geschlossen werden. Es wäre die erste Insolvenz einer Krankenkasse seit Einführung des Gesundheitsfonds. Die Zeitung beruft sich auf Branchenkreise.

Ein Kassensprecher sagte indes am Mittwoch auf Anfrage, es gebe keinen Beschluss der Aufsichtsbehörde, die Kasse zu schließen. Der Sanierungsprozess sei eingeleitet.

Dem Bericht zufolge hat das Bundesversicherungsamt (BVA) in Berlin zu Wochenbeginn Kassenvertreter über die Schieflage der Betriebskrankenkasse informiert.

Aufsichtsbehörde schon seit einem Jahr informiert

Die City BKK habe bei der Aufsichtsbehörde bereits im vergangenen Jahr die drohende Insolvenz angezeigt, berichtet die Zeitung weiter.

Die Kasse leide zum einen unter dem hohen Krankenstand und der zunehmenden Gebrechlichkeit ihrer Versicherten. Zum anderen seien die Versorgungskosten an den beiden Hauptstandorten Berlin und Hamburg vergleichsweise hoch, unter anderem wegen der teuren Universitätskliniken.

Die City BKK gelte als chronisch unterfinanziert, schrieb die "Hannoversche Allgemeine Zeitung".

City BKK existiert seit 2004

Die Mitglieder der Kasse müssten sich keine Sorgen um ihren Versicherungsschutz machen: Sie könnten innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherungen wechseln, wohin sie wollen. Der Schutz auch für laufende medizinische Behandlungen bleibe bestehen, hieß es laut Zeitung im Bundesgesundheitsministerium.

Die City BKK ging im Januar 2004 aus der Fusion der Betriebskrankenkasse des Landes Berlin (BKK Berlin) und der Betriebskrankenkasse Hamburg (BKK Hamburg) hervor. Ein Jahr später folgte die Fusion mit den beiden Betriebskrankenkassen BKK Bauknecht und BeneVita BKK.

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