Ärzte Zeitung, 17.04.2011

Schneller Anstieg von Pflegebedürftigen im Nordosten

SCHWERIN (di). Bundesweit steigt die Zahl der Pflegebedürftigen am schnellsten in Mecklenburg-Vorpommern. Innerhalb von sechs Jahren ist ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung um 26 Prozent gestiegen. Politiker wie Gesundheitsministerin Manuela Schwesig (SPD) bezeichnen ihr Bundesland gerne als "Labor für den demografischen Wandel", weil im Nordosten viele Entwicklungen früher einsetzen als im Rest der Republik.

Laut aktuellen Zahlen, die die DAK unter Berufung auf das Statistische Bundesamt herausgab, waren im Jahr 2009 61 442 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern auf Pflege angewiesen - 2003 waren es noch 48  817.

Für DAK-Landeschefin Regina Schulz ist damit klar, dass die Frage nach einer guten und verlässlichen Versorgung im Alter noch stärker in den Mittelpunkt rücken muss.

"Pflegende Angehörige sind die Stütze einer immer älter werdenden Gesellschaft - ihnen gilt unser besonderes Augenmerk", sagte Schulz.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17941)
Pflege (5429)
Organisationen
DAK (1643)
Personen
Manuela Schwesig (150)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »