Ärzte Zeitung online, 20.04.2011

Rösler steht zum Wahltarif

Meldung über Ende der Wahltarife war eine Ente

BERLIN (af). Kassenpatienten sollen bei der Wahl ihrer Tarife mehr Wahlmöglichkeiten erhalten. Das hat das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch mitgeteilt.

Das Ministerium reagierte damit auf eine Meldung der "Bild"-Zeitung, Minister Philipp Rösler (FDP) wolle alle Wahltarife der Krankenkassen abschaffen. Versicherte können sich derzeit zum Beispiel für Tarife mit einem Selbstbehalt oder auch für Kostenerstattung entscheiden.

Das Ministerium betonte, eine Abschaffung sei definitiv nicht geplant. Die Wahloptionen würden im Zuge des anstehenden Versorgungsgesetzes vielmehr ausgebaut werden.

Beim GKV-Spitzenverband der stieß das Gerücht auf Verwunderung: "Es würde uns sehr erstaunen, wenn ausgerechnet ein FDP-Minister eines der wichtigen wettbewerblichen Elemente in der gesetzlichen Krankenversicherung schleifen würde", sagte Verbandssprecher Florian Lanz, der "Ärzte Zeitung".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »