Ärzte Zeitung online, 09.05.2011

"FTD": Krankenkasse wimmelt Senioren ab

HAMBURG (eb). Nach der angekündigten Schließung der City BKK müssen sich die rund 140.000 Mitglieder eine neue Kasse suchen. Doch die scheinen bei mancher Kasse abzublitzen.

"FTD": Krankenkasse wimmelt Senioren ab

Wohin wechseln?: Ältere Mitglieder der City BKK scheinen nicht bei jeder Krankenkasse willkommen.

© INSADCO / imago

Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" vom Montag soll etwa die Hanseatische Krankenkasse (HEK) speziell älter Mitglieder der City BKK abweisen.

Vor allem Senioren würde an der Servicehotline nahegelegt, sich doch lieber eine neue Betriebskrankenkasse zu suchen, berichtet das Blatt unter Berufung auf ihr vorliegende Informationen.

Zur Begründung würden etwa die Arznei-Rabattverträge angeführt, die zunächst überprüft werden müssten. Bei Pflegefällen müsste unter Umständen "ein möglicherweise ungünstigeres neues Gutachten über die Pflegestufe" erstellt werden.

Dutzende Anrufe von City-BKK-Mitgliedern

Auch könne der Wechsel zur HEK lange dauern, schreibt das Blatt. Die Kasse soll demnach ein separates Team in der Servicehotline für ehemalige Mitglieder der City BKK eingerichtet haben.

Aufgefallen sind diese Fälle laut FTD etwa bei der Securvita-BKK. Einer Mitarbeiterin zufolge seien "Ende vergangener Woche Dutzende Anrufe von City-BKK-Mitgliedern" eingegangen.

"Die alten Frauen, die bei mir anriefen, waren sehr irritiert", hieß es demnach.

Die HEK wies die Vorwürfe gegenüber der FTD zurück. Weder gebe es ein gesondertes Serviceteam, noch weise man Versicherte ab.

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