Ärzte Zeitung online, 13.05.2011

Bahr kritisiert Kassen: City-BKK-Kunden abzuwimmeln ist rechtswidrig

BERLIN (dpa). Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat diejenigen Krankenkassen scharf kritisiert, die die Versicherten der bankrotten City BKK offenbar abgewimmelt haben.

Bahr: Abwimmeln von City-BKK-Kunden rechtswidrig und unerhört

Der neue Gesundheitsminister Daniel Bahr hat die Krankenkassen aufgefordert, alles zu unterlassen, was zu einer Verunsicherung der Versicherten führt.

© dpa

Das Verhalten dieser Kassen sei unerhört und rechtswidrig, sagte ein Sprecher Bahrs am Freitag (13. Mai) in Berlin.

Er kündigte an, dass der Minister in einem Telefonat mit der Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer, darauf dringen werde, dass die Krankenkassen "alles unterlassen, was zu einer Verunsicherung der Versicherten führt".

Neue Mitglieder sollen mit offenen Armen empfangen werden

Pfeiffer betonte, die Mitglieder der City BKK hätten das Recht, ihre neue Krankenkasse frei zu wählen. Sie erwarte von jeder Gesetzlichen Krankenkasse, dass sie selbstverständlich alle, die bei ihr Mitglied werden wollten, mit offenen Armen aufnehme. "Alles andere wäre unsolidarisch und unakzeptabel", erklärte sie.

Auch der Präsident des Bundesversicherungsamts, Maximilian Gaßner, hatte das Abwimmeln als skandalös und nicht hinnehmbar kritisiert: "Das gilt insbesondere für "Ratschläge" an kranke oder pflegebedürftige Versicherte, wonach die nahtlose Fortsetzung der Versorgung bei einem Wechsel "problematisch" sein könne."

Einzelne Kassenvorstände sind bereits ins Versicherungsamt einbestellt worden.

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[13.05.2011, 21:08:31]
Dipl.-Med Wolfgang Meyer 
Entbindung von Ihren Posten!
Hier sollte der Gesetzgeber mit fristloser Entlassung der Kassenvorstände
zeigen, daß er seine Kritik ernst meint. Ungesetzliche Praktiken von gesetzlichen Krankenkassen sind ja nicht neu. Was immer bedient wird, ist die Raffgier höherer Chargen in den sogenannten Körperschaften öffentlichen Rechts. Vielleicht endlich einmal Gelegenheit, alle gesetzlichen Kassen doch zu einer großen Solidarvereinigung zusammenzu-
fassen. Aber welche Bürokratie schafft sich schon selbst ab? zum Beitrag »
[13.05.2011, 19:04:47]
Dr. Reiner Blessing 
Jubel! Jubel ! Jubel! AOK -Hausarzt versorgt optimal - aber die Wirklichkeit sieht anders aus!
Tolle Propaganda und bunte Rasterbildchen schaffen gute Illusionen. In der Realität werden AOK-Hausarzt-Patienten oft miserabel versorgt. Kein Honorar für den Facharzt - extreme Bürokratie bei der Hilfsmittel-Versorgung - schlicht -ein Total-Ausfall in der klinikfernen Versorgung . Das Ping-Pong zwischen Hausarzt und Fachklinik funktioniert nicht - weil der Facharzt vor Ort fehlt- oder anders gesagt : 50 Cent pro Tag als Maximal-Leistung für den schwer kranken Tumor-Patienten - da braucht der Facharzt erst gar nicht mit der Therapie anzufangen. zum Beitrag »

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