Ärzte Zeitung online, 17.05.2011

Bahr: Kassen müssen City-BKK-Versicherte aufnehmen

BERLIN (dpa). Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, die Versicherten der maroden City BKK aufzunehmen.

"Die Gesetzeslage ist eindeutig: Kein Versicherter der City BKK darf von einer anderen gesetzlichen Kasse abgelehnt werden", sagte er der Dienstagsausgabe der "Bild".

Die Versicherten könnten sich für eine Kasse ihrer Wahl entscheiden. Für den Fall, dass sich Krankenkassen weigerten, könne er "Konsequenzen nicht ausschließen".

In der vergangenen Woche wurden Fälle bekannt, in denen Kassen sich offenbar weigerten, vor allem ältere Versicherte aufzunehmen. Bahr betonte: "Die Versicherten haben absolute Entscheidungsfreiheit."

Zusatzbeiträge: Bahr widerspricht Pfeiffer

Als "Irreführung" wies der Gesundheitsminister Prognosen zurück, nach denen manche Kassen in wenigen Jahren Zusatzbeiträge von bis zu 70 Euro monatlich von ihren Versicherten verlangen werden.

"Auf absehbare Zeit ist ein solcher Anstieg nicht zu erwarten." Die Zusatzbeiträge würden nur "sehr moderat" wachsen.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16754)
Organisationen
BKK (2122)
Personen
Daniel Bahr (1064)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »