Ärzte Zeitung, 29.06.2011

KBV kritisiert Ärztegesetz

BERLIN (sun). Nach Ansicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) geht die von der schwarz-gelben Koalition geplante spezialärztliche Versorgung zulasten der ambulanten Grundversorgung.

Der Entwurf des Versorgungsgesetzes sehe eine "einseitige Bereinigung" vor. "Es kann nicht sein, dass die Gesamtvergütung auch für diejenigen Ärzte sinkt, die gar keine spezialärztlichen Leistungen erbringen werden", sagte KBV-Chef Dr. Andreas Köhler.

Dagegen würden die DRG-Erlösbudgets der Krankenhäuser nicht bereinigt: "Das sind keine fairen Wettbewerbsbedingungen", so Köhler.

Damit sei das Ziel - gleiche Wettbewerbschancen für Vertragsärzte und Krankenhäuser herzustellen - bisher nicht erfüllt.

Zudem solle künftig die Abrechnung direkt mit den Kassen erfolgen, KVen würden ausgeschlossen. Auch das müsse korrigiert werden, forderte Köhler.

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