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Ärzte Zeitung online, 02.08.2011

Friedenspflicht für AOK-Rabattverträge verlängert

NEU-ISENBURG (run). Die AOK hat die Friedensfrist zum Start ihrer jüngsten Arzneimittelrabattverträge jetzt um einen weiteren Monat bis zum 31. August 2011 verlängert. Bis dahin sollen die letzten Lieferprobleme behoben sein.

"Inzwischen gibt es in immer weniger Fällen Lieferprobleme. Wir wollen aber trotzdem ausschließen, dass Apotheken im Einzelfall einen Mehraufwand durch die Dokumentation eines Lieferausfalls haben", begründet Baden-Württembergs stellvertretender AOK-Vorstandsvorsitzender Dr. Christopher Hermann die Verlängerung der Übergangsregelung.

Die "Friedenspflicht" sieht vor, dass Apotheken mögliche Lieferausfälle bei den Wirkstoffen der neuen AOK-Vertragsstaffel nur vereinfacht dokumentieren müssen, ohne hierfür wirtschaftliche Sanktionen fürchten zu müssen.

"Im Laufe des August dürften auch die letzten Arzneimittel vollumfänglich verfügbar sein", sagte Hermann. der auch AOK-Verhandlungsführer für die bundesweiten Arzneimittelrabattverträge ist.

AOK und Apotheker hatten die Übergangsregelung im Mai vereinbart, da durch juristische Streitigkeiten viele Zuschläge erst gut drei Wochen vor Inkrafttreten der neuen 560 Verträge zum 1. Juni erteilt werden konnten. Zuvor hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) das Ausschreibungsverfahren für die sechste Tranche der bundesweiten AOK-Arzneimittelrabattverträge bestätigt.

Die neuen Verträge umfassen 80 Wirkstoffe mit 30 pharmazeutischen Unternehmen. Insgesamt decken die derzeitigen Rabattverträge nach Angaben der Krankenkasse nun zwei Drittel des patentfreien AOK-Arzneimittelmarktes ab.

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