Ärzte Zeitung online, 06.09.2011

Lauterbach drängt auf Einheitspreise

HANNOVER (dpa). Als "unausgegoren" hat die SPD die Pläne von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) kritisiert, mit Strafen gegen zu lange Wartezeiten für gesetzlich Versicherte vorzugehen.

"Niemand wird dem jeweiligen Arzt nachweisen können, dass er tatsächlich noch einen Termin frei gehabt hätte", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Er könne sich auch nicht vorstellen, dass man Ärzten die Einführung von Stechuhren vorschreiben oder Kassenmitarbeiter zur Kontrolle in die Praxis schicken wolle.

Lauterbach forderte stattdessen ein neues Honorarsystem, das für die Behandlung von Privatpatienten und gesetzlich Versicherten dieselben Preise in Euro und Cent vorschreibe.

"Erst dann gibt es für Ärzte keinen Grund mehr, bei der Terminvergabe Privatpatienten zu bevorzugen."

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