Ärzte Zeitung, 24.09.2011

Regierung veröffentlicht Morbi-RSA-Gutachten

BERLIN (bee). Das Bundesgesundheitsministerium hat nach Kritik nun ein Gutachten über die Auswirkungen über die Auswirkungen des Morbi-RSA auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht.

Wie berichtet, wurde das beauftragte Gutachten von Gesundheitswissenschaftlern vorgelegt, vom Ministerium allerdings nicht veröffentlicht.

Daran entzündeten sich Spekulationen, ob die Ergebnisse nicht zu den politischen Zielen der Bundesregierung passen. Der designierte AOK-Chef Jürgen Graalmann hatte Bahr aufgefordert, die bestellte Expertise zu veröffentlichen.

www.bmg.bund.de/morbi-rsa

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[26.09.2011, 11:46:02]
Dr. Jürgen Schmidt 
Ein Gutachten mit Nebenwirkungen ?
Offenbar lesen die Redakteure der Ärztezeitung noch im Gutachten, bevor sie uns interessante Einzelheiten berichten.

Eines sei hiermit vorweg genommen:

Herr Graalmann wird bei einem Blick in das Gutachten befriedigt feststellen können, dass die Anzahl der gemeldeten Diagnosen von 2006 bis 2009 um jährlich 5-8 % angestiegen ist. Dies dürfte den AOK's helfen, entsprechenden Vorteil aus dem Morbiditätsausgleich zwischen den Krankenkassen zu ziehen.
Ausdrücklich sehen die Gutachter keine Manipulation am Werk, sondern den langfristigen Trend zu vermehrter Diagnostik und sorgfältigeres Codieren.
Insofern ergibt sich - nicht nur für Herrn Graalmann - die Frage, ob diese Daten nicht auch die Notwendigkeit belegen, die gestiegene Morbidität in der Gesamtvergütung abzubilden. zum Beitrag »

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