Ärzte Zeitung online, 16.11.2011

Krebs macht am meisten Angst

HAMBURG (dpa). Krebs ist weiterhin die Krankheit, die den Bundesbürgern am meisten Angst macht.

Knapp drei Viertel der Menschen fürchten sich vor bösartigen Tumoren, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK ergab.

Die Befragten begründeten ihre große Furcht vor dem Krebs damit, dass die Krankheit jeden treffen könne und oft einen schweren Verlauf nehme.

Von den mehr als 3000 Befragten haben demnach 57 Prozent Angst vor Unfällen mit schweren Verletzungen, etwas mehr als die Hälfte fürchten sich vor Demenz und Schlaganfällen. 45 Prozent haben Angst vor einem Herzinfarkt.

Hamburger sind gelassener

Um 20 Prozent gestiegen ist im Vergleich zum Vorjahr die Angst vor psychischen Erkrankungen, von der insgesamt mehr als ein Drittel der Teilnehmer bei der Umfrage berichtete.

Besonders die 30- bis 44-Jährigen fürchten sich mehr vor Depressionen als vor einem Herzinfarkt. Die geringsten Sorgen in puncto Krankheiten machen sich die Menschen in Hamburg, die größten die Befragten in Thüringen. Frauen haben zudem häufiger Angst davor als Männer.

Junge Menschen fürchten sich weniger

Bei den 14- bis 29-Jährigen sei die Furcht vor dem Krebs gesunken, die vor anderen Krankheiten aber gestiegen, berichtete die DAK. Zugleich nutzten weniger junge Menschen Krebs-Vorsorgeuntersuchungen.

"Bestätigt sich dieser Trend, müssen wir die Altersgruppe stärker über Risiken und Möglichkeiten der Früherkennung informieren", sagte DAK-Expertin Christina Sewekow.

Insgesamt waren 88 Prozent der Befragten mit ihrem Gesundheitszustand zufrieden ein Drittel hält ihn sogar für sehr gut. Nur 12 Prozent befanden ihre Gesundheit für schlecht, überwiegend Menschen über 60 Jahre.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Viele falsche Vorstellungen, was Krebs verursacht

Stress, Handystrahlen und Trinken aus Plastikflaschen lösen Krebs aus, denken viele fälschlicherweise. Die wahren Risikofaktoren kennt nur jeder Zweite, so eine Studie. mehr »

Höherer Zuschlag für Terminvermittlung

Das Bundeskabinett will sich heute mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz beschäftigen. Am Entwurf wurde vorab noch gebastelt – er enthält wichtige Änderungen. mehr »

Die übersehene Speiseröhren-Entzündung

Lange glaubte man, die eosinophile Ösophagitis komme nur selten vor. Inzwischen zeigt sich: Es gibt immer mehr Patienten mit dieser chronischen Entzündung der Speiseröhre. mehr »