Ärzte Zeitung, 12.12.2011
 

AOK Nordwest setzt auf Telemedizin

TELTOW (ami). Zur Versorgung von herzkranken Patienten setzt die AOK Nordost auf ein abgestuftes Programm mit telemedizinischen Komponenten.

Ein neues Versorgungsangebot für Hochrisikopatienten ist nun im Rahmen des ersten flächendeckenden Telemedizinnetzes in Brandenburg angelaufen.

"Damit komplettieren wir unsere Versorgungsaktivitäten für diese Patienten, die uns sehr am Herzen liegen", sagt Harald Möhlmann, Geschäftsführer für Versorgungsmanagement bei der AOK Nordost.

Seit November steht das Angebot für bis zu 500 Hochrisikopatienten mit chronischer Herzinsuffizienz zur Verfügung.

Die Vitaldaten aus mehreren diagnostischen Geräten bei den Patienten werden automatisch und kabellos direkt in eine elektronische Patientenakte der Telemedizinzentren am Carl-Thiem-Klinikum Cottbus oder am Städtischen Krankenhaus Brandenburg übertragen.

Erfahrung seit fünf Jahren

Ärztliche Teams in 24-Stunden-Bereitschaft informieren die Patienten und deren Ärzte, wenn sich kritische Zustände abzeichnen. Den behandelnden Hausärzten und Kardiologen liegen damit vor dem Patientenbesuch bereits alle wichtigen diagnostischen Daten vor.

Im Rahmen des Programms Cordiva sammelt die AOK Nordost bereits seit fünf Jahren Erfahrungen mit der telemedizinischen Betreuung von herzkranken Hochrisikopatienten.

Telemedizin beschränkt sich dort aber auf telefonische Betreuung und gegebenenfalls telemedizinische Überwachung des Körpergewichts als Indikator für eine Wasseransammlung (Ödembildung).

Das Management der Gesundheitsdaten erfolgt durch ein Telemedizin-Zentrum, das durch die Gesellschaft für Patientenhilfe getragen wird.

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