Ärzte Zeitung, 15.12.2011

Krankenstand nimmt auch in diesem Jahr zu

BERLIN (fst). Der Krankenstand ist im laufenden Jahr weiter gestiegen und lag von Januar bis September im Monatsdurchschnitt bei 4,2 Prozent. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es nach Angaben des BKK Bundesverbandes vier Prozent.

Der geringste Krankenstand ist im Jahr 2006 mit durchschnittlich 3,4 Prozent verzeichnet worden. Seitdem steigt der Wert kontinuierlich.

Vor allem zwei Gründe nennt die BKK für die Zunahme. Zum einen die "kontinuierlich hohen Krankenstände bei psychisch Erkrankten", zum anderen eine höhere Zahl an Patienten mit Atemwegserkrankungen im ersten Quartal.

So habe der Krankenstand im ersten Quartal 2011 um zehn Prozent höher gelegen als im Vorjahresquartal. Bei Atemwegserkrankungen registrierten die Betriebskassen sogar 25 Prozent mehr Fehltage.

Weiterhin stark steigen die Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen, und zwar um 13,4 Prozent in den ersten drei Quartalen.

Dem jüngst erschienenen BKK Gesundheitsreport "Zukunft der Arbeit" zufolge, verursachten im vergangenen Jahr 20 Prozent der erwerbstätigen Pflichtmitglieder 80 Prozent aller Ausfalltage.

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