Ärzte Zeitung online, 30.01.2012

Barmer GEK will Arbeitsplätze abbauen

KÖLN (iss). Die Barmer GEK rüstet sich für die Zukunft und baut ihre Organisation um. Um höhere Effizienz und Produktivität zu erreichen, stellt Deutschlands größte Krankenkasse die Strukturen in ihrer Hauptverwaltung auf den Prüfstand.

Der Umbau soll Mitte 2013 abgeschlossen sein. Er wird Stellen kosten, betriebsbedingte Kündigungen schloss Vorstandschef Dr. Christoph Straub im Interview mit der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" aber aus.

"Wir werden Strukturen straffen, Aufgaben klar definieren, das Unternehmen stärken", sagte Straub. Wie viele Stellen in der Hauptverwaltung mit den Standorten Wuppertal und Schwäbisch Gmünd betroffen sein werden, will er noch nicht sagen.

"Aber wegen verhältnismäßig wenigen Arbeitsplätzen würde man so ein Projekt nicht auflegen."

Keine neuen Fusionspläne

Die Kasse, die aus der Fusion von Barmer und GEK hervorgegangen ist, sei erfolgreich, betonte Straub.

"Aber das Umfeld wird härter, die Finanzlage unsicherer, die Wünsche unserer Kunden anspruchsvoller." Pläne zur Fusion mit weiteren Kassen gebe es zurzeit nicht.

Die Barmer GEK will weiter im Versorgungsmanagement Schwerpunkte setzen, kündigte der Arzt an, der seit August 2011 Vorstandsvorsitzender der Kasse ist.

"Wir haben gerade einen Masterplan beschlossen und wollen unter anderem mit Ärztenetzen Verträge schließen, um Versorgungsprobleme sehr genau anzugehen."

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17805)
Personen
Christoph Straub (199)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »