Ärzte Zeitung, 27.03.2012

Hamburg: Mehr AU-Tage wegen psychischer Erkrankungen

HAMBURG (di). Bei psychischen Erkrankungen bleibt Hamburg über dem Bundesdurchschnitt. Dies belegen Reports der DAK-Gesundheit und der AOK Rheinland/Hamburg für die Hansestadt.

Seit 2002 sind die Arbeitsunfähigkeitstage in Hamburg bei DAK-Versicherten um 18 Prozent gestiegen, die Zahl der Fälle sogar um 26 Prozent. Schon vor zehn Jahren lag Hamburg über dem Bundesdurchschnitt.

Der dort verzeichnete Anstieg bei den psychischen Erkrankungen hat allerdings zu einer geringen Angleichung an die Hamburger Zahlen geführt.

Auch nach Angaben der AOK gibt es erneut mehr Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen. Im vergangenen lagen sie erstmals bei den Diagnosen auf Rang zwei hinter den Muskel-Skeletterkrankungen. Psychische Erkrankungen waren laut AOK ursächlich für 13,4 Prozent der AU-Tage in der Hansestadt.

Experten vermuten hinter den überdurchschnittlich vielen AU-Tagen durch psychische Erkrankungen in Metropolen wie Hamburg einen Zusammenhang mit dem auf dem Land schwierigeren Zugang zu Therapeuten. Viele Fälle dort werden nach ihrer Ansicht nicht erkannt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Komplementärmedizin für Krebskranke tödlich wird

Krebspatienten, die zusätzlich unbewiesene Heilverfahren nutzen, verschlechtern wohl ihre Überlebenschance. Die Erklärung ist nicht in der Komplementärmedizin selbst zu suchen. mehr »

Kurskorrektur in der Alzheimerforschung?

Offenbar entzieht sich das Gehirn bei Morbus Alzheimer dem Immunsystem. Checkpoint-Hemmer aus der Krebstherapie könnten dies verhindern. Bei Mäusen klappt das schon. mehr »

Carvedilol für alte Diabetiker? Besser nicht!

Erhalten pflegebedürftige Diabetiker nach Herzinfarkt einen "diabetikerfreundlichen" Betablocker, sinkt zwar die Gefahr von Hyperglykämien. Ins Krankenhaus müssen sie trotzdem häufiger. mehr »