Ärzte Zeitung online, 29.03.2012

Wahlkampf: Kraft fordert Abschaffung der Praxisgebühr

ESSEN (eb). NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat die Abschaffung der Praxisgebühr. In dem nach Einwohnern größten Bundesland wird am 13. Mai ein neuer Landtag gewählt.

"Bundesfinanzminister Schäuble saniert seinen Haushalt durch einen Griff in die Taschen und Beiträge der gesetzlich Krankenversicherten. Das lehnen wir ab", sagte Kraft den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe.

"Ich bin stattdessen dafür, die Milliarden-Überschüsse der Kassen zu nutzen, um die Praxisgebühr abzuschaffen." Man habe sich von der Gebühr eine Wirkung versprochen, die nicht eingetreten sei, erklärte Kraft weiter.

Die Praxisgebühr sei "außerdem für die Ärzte hochbürokratisch und belastet besonders die unteren Einkommensbezieher".

Kraft bezieht sich auf den Kabinettsbeschluss der schwarz-gelben Bundesregierung, wonach der Finanzminister zwei Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds der Krankenkassen zur Haushaltskonsolidierung direkt in den Bundeshaushalt leiten will.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17944)
Personen
Hannelore Kraft (64)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Frühstück zu verzichten erhöht Diabetes-Gefahr

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Grünes Licht für die MWBO-Novelle

Weniger Richtzeiten und kompetenzbasiertes Lernen: Der Vorstand der Bundesärztekammer hat die Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung beschlossen. mehr »

Verdacht auf Kindesmisshandlung? Das sollten Ärzte dann tun

Haben Ärzte den Verdacht, dass ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder gar missbraucht wird, sollten sie umgehend tätig werden. Wie sie vorgehen sollten, erläutert Oliver Berthold, Leiter der Kinderschutzambulanz in Berlin. mehr »