Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung, 24.04.2012

Praxisgebühr: KVN kritisiert Merkels Machtwort

Praxisgebühr bleibt - KV kritisiert Merkels Machtwort

HANNOVER (cben). Der Vorstand der KV Niedersachsen (KVN) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert, weil sie die Praxisgebühr nicht abschaffen will.

Die Praxisgebühr habe als Steuerungsinstrument versagt, so die KVN. Nach wie vor sei in Deutschland die Zahl der Arztkontakte pro Patient und Jahr im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hoch.

Die Gebühr verursache Bürokratie in der Praxis und verbrauche Zeit, in der sich die Ärzte den Patienten widmen könnten. "Wir fordern die Bundesregierung auf, die Praxisgebühr abzuschaffen und eine entsprechende Änderung im SGB V vorzunehmen," sagte KV-Chef Mark Barjenbruch in Hannover.

"Angesichts der Milliardenüberschüsse in der GKV macht eine Abschaffung der Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal Sinn."

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt habe den Sozialversicherungen im vergangenen Jahr einen Überschuss von 13,8 Milliarden Euro beschert, erklärte dazu KVN-Vize, Hausarzt Dr. Jörg Berling.

"Das waren dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden zufolge 10,9 Milliarden mehr als 2010 und damit der höchste Überschuss seit fünf Jahren. Dieser Überschuss sollte den Versicherten durch die Abschaffung der Praxisgebühr zu Gute kommen".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Zwei Gläser Wein? Das lass lieber sein!

Wer täglich mehr als zwei Gläser Wein leert, hat ein erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken. Ob ein Komplettverzicht ratsam ist, bereitet Forschern noch Kopfzerbrechen. mehr »

Warum der Brexit körperlich krank macht

Übelkeit und Kurzatmig: Blogger Arndt Striegler hat mit seiner Hausärztin über seinen Gesundheitszustand und den Austritt aus der EU geredet – und einen Zusammenhang am eigenen Leib festgestellt. mehr »

Nach der Wahl muss Vernetzung auf die Agenda!

Gesundheitsminister Gröhe gibt einen Ausblick auf die nächste Legislaturperiode: Die stärkere Vernetzung der Akteure müsse dann höchste Priorität haben. Der Innovationsfonds soll dazu zur Dauereinrichtung werden. mehr »