Ärzte Zeitung online, 18.07.2012

Lauterbach springt Pfeiffer bei

OSNABRÜCK (dpa). Unterstützung für den GKV-Spitzenverband: Krankenkassen sollten die Höhe ihrer Beiträge nach dem Willen des SPD-Gesundheitsexperten Professor Karl Lauterbach wieder selbst bestimmen dürfen.

Dann "würde wohl die Hälfte von ihnen sie senken, in Einzelfällen um bis zu einem Prozentpunkt", sagte Lauterbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Dies werde zu mehr Wettbewerb unter den Kassen führen und zu mehr Gerechtigkeit, weil einkommensschwächere Beitragszahler wechseln könnten.

Der SPD-Politiker unterstützte damit eine Forderung der Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer. Sie hatte am Dienstag ihre Auffassung bekräftigt, "dass die Krankenkassen ihre Beitragsautonomie insgesamt zurückbekommen sollten".

Lauterbach betonte, das autonome Festsetzen der Beiträge sei ein erster wichtiger Schritt zu einer Bürgerversicherung. Der Gesundheitsfonds solle indes bestehen bleiben: "Durch den Fonds ist der Risikostrukturausgleich gut organisiert", sagte er.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »