Ärzte Zeitung, 14.01.2013
 

Bayern

Transparenz beim Gesundheitsfonds gefordert

MÜNCHEN. Bayerns Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) hat den Gesundheitsfonds scharf kritisiert und Korrekturen gefordert.

"Gesundheitsfonds und Risikostrukturausgleich wirken für Bayern wie ein zweiter Länderfinanzausgleich. Jedes Jahr fließen Milliarden an Beitragsgeldern aus Bayern ab", sagte Huber dem "Münchner Merkur".

Er verwies auf Schätzungen, die den Verlust für Bayern für 2011 auf 2,1 Milliarden Euro beziffern. "Wir brauchen dringend mehr Verteilungsgerechtigkeit zwischen den Bundesländern", so Huber.

Der Freistaat wolle dazu mit Baden-Württemberg ein Gutachten in Auftrag geben. Huber kritisiert, das Bundesgesundheitsministerium sei nicht bereit, entsprechende Daten herausgeben.

Er sei daher "wild entschlossen", eine Bundesrats-Initiative zu starten, die mehr Transparenz schaffen solle. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Onkologen und IQWiG uneins über Nutzen von Gentests

Sind Gentests hilfreich für Brustkrebspatientinnen bei der Therapieentscheidung? Die aktuelle Einschätzung von Onkologen und IQWiG geht hier auseinander. mehr »

Keine Herzgeräusche im Stehen – kein Herzfehler

Mit einer simplen Methode können Ärzte pathologische von physiologischen Herzgeräuschen bei Kindern unterscheiden. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

15 Jahre nach der hochemotionalen Debatte um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen fürchten Forscher durch das Stammzellgesetz Nachteile in Deutschland. mehr »