Ärzte Zeitung, 13.02.2013

AOK-Hausarztvertrag

500 Praxen in Bayern bald draußen?

MÜNCHEN. Etwa zehn Prozent der rund 4700 Hausärzte, die derzeit am Hausarztvertrag der AOK Bayern teilnehmen, müssen voraussichtlich Ende März aus dem Vertrag ausscheiden.

Der Grund, so die AOK Bayern: Die betroffenen Praxen erfüllen nicht die Voraussetzungen, die für eine Teilnahme am AOK-Hausarztvertrag gefordert sind.

Die in den Hausarztverträgen geregelte besondere hausärztliche Versorgung sei an bestimmte Qualitätsvoraussetzungen geknüpft, wie etwa spezielle Fort- und Weiterbildungen, die zur Erbringung psychosomatischer oder geriatrischer Leistungen berechtigen. Für die Prüfung dieser Voraussetzungen sei der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) zuständig.

Im Januar habe der Verband der AOK rund 500 Praxen gemeldet, die die Teilnahmevoraussetzungen bisher nicht erfüllt hätten.

Konsequenz für den betreffenden Praxen: Ab dem nächsten Quartal gibt es für diese Ärzte keine zusätzliche Vergütung aus dem Hausarztvertrag. (sto)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17614)
Bayern (906)
Organisationen
AOK (7471)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »