Ärzte Zeitung, 26.06.2013

Südwesten

AOK erhöht IvF-Zuschuss

STUTTGART. Die AOK Baden-Württemberg zahlt zusätzlich zur hälftigen Finanzierung durch alle Krankenkassen ab Juli ein weiteres Viertel der Behandlungskosten für die künstliche Befruchtung (IvF).

Bezahlt werden den betroffenen Frauen somit 75 Prozent der Kosten für drei IvF-Zyklen. Dafür müssen beide Partner bei der Südwest-AOK versichert sein.

Eine entsprechende Änderung bei den Satzungsleistungen hat der Verwaltungsrat der Landes-AOK beschlossen, heißt es. Dabei hebt die Kasse die Altersgrenze für die Patientinnen auf.

Laut Gesetz ist die Kostenübernahme nur bei Frauen bis zum 40. Lebensjahr möglich. Bei Frauen über 40 Jahre muss der Arzt die Erfolgsaussicht einer IvF bestätigen. Zudem dürfen keine besonderen gesundheitlichen Risiken zu erwarten sein.

Die jährlich rund 30.000 Schwangeren der AOK Baden-Württemberg erhalten zudem bestimmte, nicht verschreibungspflichtige apothekenpflichtige Arzneimittel bezahlt, so die Kasse.

Dies betreffe Präparate mit den Wirkstoffen Eisen, Magnesium und/oder Folsäure als Monopräparate oder Kombinationspräparate. Der Arzt könne diese Medikamente auf grünem Rezept verordnen, die Kasse erstatte sie den Versicherten dann zu 100 Prozent, so die Südwest-AOK. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »

Das hilft bei "Fettleber"

Patienten mit nichtalkoholischer Fettleber können sich selbst helfen - indem sie gesünder leben. Forscher haben Biomarker ausfindig gemacht, die offenbar die Veränderung der Leberfibrose vorhersagen können. mehr »