Ärzte Zeitung online, 08.10.2013
 

Mecklenburg-Vorpommern

"Behandelt wie ein Spitzensportler"

Der Freizeitsport muss aus Sicht der Techniker Krankenkasse (TK) in Mecklenburg-Vorpommern gefördert werden. Sie hat einen Vertrag mit zwei Kliniken im Nordosten geschlossen .

ROSTOCK/HAMBURG. "Behandelt wie ein Spitzensportler" - unter diesem Motto sollen verletzte Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) in Mecklenburg-Vorpommern schnell wieder fit werden.

Dazu hat die Krankenkasse einen Vertrag mit zwei Kliniken im Nordosten geschlossen, die eine optimale medizinische Koordination anstreben. Das Konzept umfasst eine ärztliche Zweitmeinung, die Operation, die physiotherapeutische Nachsorge und eine Beratung zum Verhalten nach der Therapie.

Partner sind die Orthopädische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Rostock und die Dr. Ebel Fachklinik "Moorbad" Bad Doberan.

Es geht nicht nur um akute Notfälle

Der Vertrag, den vor Mecklenburg-Vorpommern auch schon die Landesvertretung in Sachsen-Anhalt geschlossen hatte, berücksichtigt die zunehmende Bedeutung des Sports im Freizeitbereich.

Mecklenburg-Vorpommerns TK-Chef Dr. Volker Möws hofft, dass das Angebot dazu beiträgt, spätere Beschwerden und Schäden zu vermeiden. Die Vertragspartner kümmern sich um akute Notfälle ebenso wie um die weitere Behandlung bis zur Rehabilitation nach einer Operation.

Vertrag mit dem Sportärztebund

Die Hamburger TK hat vor kurzem einen Vertrag mit dem Hamburger Sportärztebund (SB) über sportmedizinische Untersuchungen geschlossen. Die Versicherten müssen dabei je nach Untersuchungsumfang einen Eigenanteil zwischen 15 und 30 Euro leisten.

Die Untersuchung zahlt die Kasse alle zwei Jahre. Dabei geht es auch um Besonderheiten des Bewegungssystems oder um Herzkreislauffunktionen.

"Wir wollen latente oder bereits vorhandene Krankheiten erkennen. Gerade wenn Sport zur Prävention oder Therapie etwa bei Diabetes oder Übergewicht ärztlich empfohlen wird, sollten Patienten die sportmedizinische Untersuchung in Anspruch nehmen", sagte Professor Klaus-Michael Braumann, Vorstandsvorsitzender des HSÄB. (di)

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