Ärzte Zeitung online, 25.02.2014

IKK Südwest

Gericht bestätigt Absetzung von Ex-Kassenchef Spaniol

SAARBRÜCKEN. Das Sozialgericht für das Saarland hat die Amtsenthebung des früheren Vorstands der IKK Südwest, Frank Spaniol, bestätigt. Eine Begründung für sein am Montag verkündetes Urteil nannte das Gericht noch nicht. Spaniol wird unter anderem vorgeworfen, rund 30.000 Euro Kassengelder auf sein Privatkonto überwiesen zu haben.

Im März 2013 hatten sich Mitarbeiter der IKK Südwest in einem anonymen Brief über ein Klima der "Einschüchterung und Angst" beschwert. Spaniol wurde daraufhin zunächst beurlaubt. Im April 2013 wurde dann der Verdacht bekannt, der langjährige IKK-Chef habe 30.000 Euro veruntreut. Danach wurde er fristlos entlassen.

Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde beauftragt zu untersuchen, ob die Kasse weitere Schäden erlitten hat. So hatte die Gewerkschaft verdi Spaniol die Zusammenarbeit mit einem bayerischen Fortbildungsinstitut vorgeworfen, das "Humbug und esoterischen Müll" bediene.

Einen Bericht hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch nicht vorgelegt, sagte ein IKK-Sprecher auf Anfrage der "Ärzte Zeitung". Das Sozialgericht in Saarbrücken will Näheres zu seinem Urteil erst Bekanntgeben, wenn dessen Gründe schriftlich vorliegen. (mwo)

Az.: S 23 KR 781/13

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17793)
Recht (12762)
Organisationen
IKK (884)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »