Ärzte Zeitung online, 14.08.2015

TK-Studie zeigt

Erzieher sind besonders oft krank

Die Kita-Streiks gehen möglicherweise bald in die nächste Runde. Aus diesem Anlass hat die Techniker Krankenkasse die Krankheitsdaten der bei ihr versicherten Erzieher ausgewertet - mit eindeutigen Ergebnissen.

HAMBURG. Gerade hat bei den Erziehern die nächste Runde der Tarifverhandlungen begonnen. Sollten die Gespräche scheitern, drohen schon bald neue Kita-Streiks.

Aus diesem Anlass hat die Techniker Krankenkasse die Krankheitsdaten der knapp 100.000 bei ihr versicherten Erzieher im Jahr 2014 ausgewertet, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Ergebnis: Im letzten Jahr war diese Berufsgruppe vier Tage mehr krankgeschrieben als der Bundesdurchschnitt. Die 18,9 Fehltage pro Kopf resultieren laut der TK-Studie vor allem aus psychischen Störungen (4,1 Tage) und Krankheiten des Atmungssystems (3,3 Tage).

"Dass Erzieher überdurchschnittlich von diesen Erkrankungen betroffen sind, ist nicht verwunderlich", wird Gudrun Ahlers, Präventionsexpertin der TK, in der Mitteilung zitiert.

"Zum Beispiel psychische Störungen, zu denen auch Überlastungen gehören: Ein hoher Lärmpegel, immer komplexer werdende Aufgabenbereiche und zuletzt auch Auseinandersetzungen mit den Eltern - Kindererziehung kann stressig sein." (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spermien auf Dope

Vielleicht sollten besser ältere als jüngere Männer kiffen: Cannabis scheint die Fruchtbarkeit zu mindern, aber vor Prostatakrebs zu schützen. mehr »

Mit Mikroben gegen Asthma

Künftige Asthma-Therapien könnten neben Antikörpern auch Mechanismen der körpereigenen Entzündungshemmung nutzen – oder Helicobacter pylori. mehr »

Ein Nigerianer und ein Serbe sichern die Versorgung im Norden

Lunden ist gelungen, woran andere Regionen scheitern: In einer kommunalen Eigeneinrichtung sichern zwei Ärzte ab Mai die Versorgung. mehr »