Ihre Meinung ist gefragt: Machen Sie bei unserer Online-Umfrage mit!

Ärzte Zeitung online, 21.01.2016

Orphan Drugs

Kassen sehen kaum Zusatznutzen

BERLIN. Arzneimittel gegen seltene Krankheiten haben nach Ansicht der Gesetzlichen Krankenkassen nur in seltenen Fällen eine durchschlagende Wirkung.

Nur sehr wenige der sogenannten Orphan Drugs "werden dem vom Gesetzgeber fiktiv unterstellten Zusatznutzen tatsächlich gerecht", erklärte der Spitzenverband der Kassen am Donnerstag in Berlin.

Der Verband berief sich dabei auf eine Untersuchung der Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen zum Zusatznutzen neuer Arzneimittel von 2011 bis Mitte Dezember 2015.

Danach stellte der Bundesausschuss für knapp die Hälfte der Patientengruppen (47 Prozent) bei Arzneimitteln gegen seltene Krankheiten einen "nicht quantifizierbaren" Zusatznutzen fest.

"Das bedeutet: Die wissenschaftliche Datenbasis ist nicht ausreichend, um das Ausmaß des Zusatznutzens zu beurteilen." Nur rund sechs Prozent dieser Medikamente hätten einen "beträchtlichen" Zusatznutzen. Trotzdem seien die Preise relativ hoch. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

Kinder suchtkranker Eltern brauchen mehr Beachtung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, fordert eine bessere Versorgung und Betreuung der Kinder von Suchtkranken. Kinder von Suchtkranken sind diesmal Schwerpunkt des Drogenberichts. mehr »

Hilfe für die Seele gefordert

Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Die Psychoonkologie soll helfen. Aber die Unterstützung ist wenig bekannt und unterfinanziert. mehr »