Ärzte Zeitung, 15.02.2016

Freiberufliche Hebammen

Zahl ist unklar

BERLIN. Wie viele freiberufliche Hebammen in Deutschland Geburtshilfe anbieten, ist unklar. "Valide Zahlen" lägen nicht vor, erklärt die Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des SPD-Abgeordneten Marcus Held.

In der Vertragspartner-Liste des GKV-Spitzenverbands seien Hebammen erfasst, die Geburtshilfeleistungen mit gesetzlichen Kassen abrechnen.

Dabei seien Hebammen, die Leistungen nur für PKV-versicherte Frauen erbringen, nicht mitgezählt. Der Deutsche Hebammenverband könne Auskunft geben, wie viele Hebammen über den Gruppenversicherungsvertrag des Verbands eine Berufshaftpflicht geschlossen haben.

Hier fallen dann jene Hebammen durch das Raster, die einzelvertragliche Versicherungen geschlossen haben oder über eine Klinik versichert sind, heißt es.

Mitte Januar hatte der GKV-Spitzenverband mitgeteilt, die Zahl freiberuflicher Hebammen sei entgegen den Erwartungengestiegen. Dem hatte der Hebammenverband widersprochen. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Zusätzliche Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll für bestimmte Arztgruppen eingeführt werden. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »