Ärzte Zeitung, 07.03.2016
 

GKV-Finanzen

BKKen mit 287 Millionen Euro im Defizit

BERLIN. Die Betriebskrankenkassen haben das Jahr 2015 mit einem Fehlbetrag von 287 Millionen Euro abgeschlossen. Der Vorsitzende des BKK-Dachverbandes, Franz Knieps, nennt hierfür zwei Ursachen. Zum einen sei die Anhebung von Zusatzbeiträgen aus Wettbewerbsgründen lange hinausgezögert worden, um einseitige Belastungen der Versicherten zu vermeiden und Übertritte zu anderen Kassen zu verhindern.

Ein weiterer Grund seien die Zuweisungskriterien aus dem morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich, die eine Kassenart - die AOKen - in einen Vorteil versetzten. Trotz unterdurchschnittlicher Zusatzbeiträge sei es dem AOK-System gelungen, Defizite zu vermeiden. Notwendig seien "nur kleinere Justierungen" im Finanzsystem, so Knieps. (HL)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16902)
Organisationen
AOK (7202)
BKK (2139)
Personen
Franz Knieps (177)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »

Jamaika – Paritätische Finanzierung ist vom Tisch

Ein neues Sondierungspapier zeigt: Die potenziellen Jamaika-Partner suchen nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner in der Gesundheitspolitik. mehr »