Ärzte Zeitung, 25.04.2016

Krankenkassen

DAK verliert viele Kunden

BERLIN. Viele gesetzlich Krankenversicherte haben auf höhere Zusatzbeiträge ihrer Kassen mit einem Wechsel zu einem günstigeren Anbieter reagiert. Das geht aus einer ersten Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen hervor, die der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vorliegt.

Demnach verlor die DAK, die mit einem Zusatzbeitrag von 16,1 Prozent teuerste Kasse ist, seit Januar 184.000 Kunden, etwa drei Prozent ihrer Versicherten. Sie hat damit nunmehr weniger als sechs Millionen Kunden.

Auf der Verliererseite steht dem Bericht zufolge auch die Barmer-GEK mit netto 50.000 Abgängen, obwohl sie ihren Beitragssatz mit 15,7 Prozent nicht überdurchschnittlich erhöht hatte.

Mit 9,6 Millionen Versicherten baute die Techniker hingegen ihren Vorsprung als größte deutsche Kasse aus, sie nimmt die Marke von zehn Millionen Mitgliedern in den Blick. Auf Platz zwei folgt die Barmer-GEK mit 8,4 Millionen Mitgliedern vor der DAK.

Dass höhere Beitragssätze nicht automatisch zu Wanderungsverlusten führen, zeigt laut "FAZ" die AOK Rheinland/Hamburg. Diese habe ihren Beitragssatz auf 16,0 Prozent geschraubt, aber seit Januar 18.500 Versicherte hinzugewonnen, sagte eine Sprecherin der Zeitung.

Zwei von drei Krankenkassen hatten zum Jahreswechsel ihre Zusatzbeiträge teils deutlich angehoben. (dpa)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17443)
Organisationen
AOK (7404)
DAK (1579)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Hausarztverträge im Visier des BVA

Das Bundesversicherungsamt duldet Chronikerpauschalen in bisheriger Form nicht mehr. Bis Ende August müssen Kassen Verträge anpassen. Hausärzte-Chef Weigeldt ist vergrätzt. mehr »

Reiseimpfungen – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

IQWiG hinterfragt Darmkrebs-Screening

Der aktuelle Rapid Report des IQWiG kommt ebenso wie der Abschlussbericht von 2013 zu dem Fazit: Der Nutzen des Screenings bei unter 55-Jährigen mit einem familiären Risiko für Darmkrebs ist unklar. mehr »